Patient-Arzt-Beziehung

Wer zum Arzt geht, der erwartet Kompetenz von Seiten des Mediziners und erhofft sich eine schnelle und effektive Behebung eines gewissen Krankheitsproblems. Jeder Mensch ist anders, geht unterschiedlich mit Schmerzen um und setzt ganz verschiedene Schwerpunkte, was den Umgang mit dem behandelnden Arzt betrifft. Die Beziehung zwischen Patient und Arzt ist immer eine ganz Besondere und sollte maßgeblich zur Genesung des Kranken beitragen.

Eine Beziehung ist gleich eine soziale Interaktion, die sich sowohl negativ, als auch positiv auf den Gemütszustand von mindestens zwei Personen auswirken kann. Handelt es sich um eine Patient-Arzt-Beziehung so sollte ein Zustand des Vertrauens, der Empathie zwischen den beiden Personen vorherrschen, damit schnell Behandlungserfolge eintreten.

Bereits im Eid des Hippokrates oder auch in der Genfer Deklaration aus dem Jahre 1948 sind bestimmte Regeln festgelegt, wie die Beziehung zwischen dem Arzt und dem Patienten im Idealfall auszusehen hat. Ärzte haben sich mit der Erlernung ihres Berufes also verpflichtet, stets eine angemessene Beziehung zu ihren Patienten aufzubauen, ganz egal, welche Herkunft, welches Alter oder welche Religion dieser hat. Dabei wird auf drei spezielle Beziehungsmodelle ein besonderes Augenmerk gesetzt.

Das paternalistische Beziehungsmodell begründet eine Art vormundschaftliche Beziehung zwischen Arzt und Patient, in dem der kompetente Mediziner sozusagen als “Halbgott in Weiß” angesehen wird und autonom ist. Der Patient verhält sich passiv und nimmt die Anweisungen des Arztes an, weil sie ja auf dessen Wohlergehen abzielen.

Das Dienstleistungsmodell unterstreicht noch einmal die beiden konträren Positionen von Patient und Arzt. Der Arzt ist sozusagen der Dienstleister, der Experte, der Entscheidungen trifft. Der Patient übernimmt die Rolle des Kunden, der für eine Dienstleistung bezahlt und entsprechende Leistungen erwartet. Obwohl Ärzte keineswegs verpflichtet sind eine emotionale Beziehung zu ihren Patienten einzugehen, stärkt ein gewisses Maß an Emotionalität das Verhältnis enorm und erhöht das Wohlergehen des Patienten.

Das partnerschaftliche Beziehungsmodell betont die wichtige Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Der Arzt, der in seinem Bereich über hohe Kompetenzen verfügt, muss einen Patienten ausreichend aufklären und beraten, während der Patient Ratschläge des Behandelnden annimmt und selbst dabei hilft schnell gesund zu werden. Natürlich ist ein Patient nicht verpflichtet den Anweisungen eines Arztes zu folgen und kann bei Misstrauen sofort einen anderen Mediziner aufsuchen. Ein Arzt muss jeden Patienten respektieren und sollte immer ein offenes Ohr für dessen Probleme haben. Wenn ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Beiden herrscht, dann werden schneller Erfolge verbucht und Arzt und Patient sind zufrieden.