Medizinische Rehabilitation
Der Begriff Rehabilitation bedeutet die Herstellung und Wiederherstellung körperlicher, beziehungsweise organischer Funktionen nach einem Unfall, einer Operation oder bei Behinderungen durch Physiotherapie und Ergotherapie. Vorrangig wird eine medizinische Rehabilitation ambulant durchgeführt, in einigen Fällen ist jedoch auch eine stationäre Therapie nötig, weil sie bessere Erfolge verspricht.
Es gibt viele verschiedene Arten von Rehabilitationen, die heutzutage zum Einsatz kommen. Je nach Art der Therapie kommen qualifizierte Pfleger und Therapeuten zum Einsatz, die sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert haben.
Die am häufigsten angewendete Rehabilitationsmaßnahme ist die Anschlussbehandlung nach Unfällen oder Operationen. Haben Patienten schwere Brüche erlitten oder eine schlimme Kopfverletzung, bei der das motorische Zentrum im Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde, müssen sie nach der intensiven Behandlung im Krankenhaus rehabilitiert werden, um ihre körperlichen Funktionen wieder bestmöglich herstellen zu können. Dabei bekommen sie Hilfe von Spezialisten, die mit Übungen und viel Einfühlungsvermögen gemeinsam mit dem Patienten an einer schnellen Genesung arbeiten.
Auch Kinderheilbehandlungen sind sehr häufig und besonders vielversprechend. Meistens werden in diesem Fall vierwöchige Kuren angeboten, die für die kleinen Patienten oftmals sehr erfolgreich sind. Voraussetzung für die finanzielle Erstattung durch die Krankenkasse ist eine Gesundheitsbeeinträchtigung, die eventuell einen späteren Eintritt ins Berufsleben beeinträchtigen könnte und die in jedem Fall durch eine medizinische Rehabilitation wiederhergestellt werden kann.
Die Frühförderung behinderter Menschen gehört ebenfalls in den Bereich der medizinischen Rehabilitation und dient zum Beispiel dazu Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten so gut es geht ein späteres selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Auch Entwöhnungsprogramme bei Suchtkranken werden als medizinische Rehabilitation bezeichnet, ebenso wie die geriatrische Rehabilitation, bei der das Aufrechterhalten der individuellen Selbstständigkeit älterer Menschen im Vordergrund steht und versucht wird Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.
Handelt es sich bei einer Rehabilitation um eine notwendige medizinische Therapie mit dem Ziel der Wiederherstellung der Gesundheit, so übernehmen Krankenkassen in den meisten Fällen sämtliche Kosten. Sonst sind Träger von Sozialversicherungen für die Kosten verantwortlich. Leistungen, die mit Rehabilitationen einhergehen, sind Bewegungstherapien, das Verwenden von Hilfsmitteln, die Beratung und Betreuung von Spezialisten auf dem jeweiligen Gebiet und auch psychische Behandlungen, wenn diese von Nöten sind. Angestrebt wird in jedem Fall das Wiedererlangen, das neue Lernen oder das Ersetzen von Fertigkeiten, die die Lebensqualität deutlich erhöhen. Man möchte Fähigkeiten behinderter Patienten verbessern, um sie sorglos in den Alltag zu entlassen und die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen so gut es geht verringern.